Die britische Medienaufsichtsbehörde Ofcom droht Tech-Bossen damit, dass diese ins Gefängnis kommen könnten oder eine Geldstrafe zahlen müssen, wenn ihre Unternehmen nicht konsequent genug gegen nicht einvernehmliche Deepfakes vorgehen. Eine entsprechende Gesetzesänderung wird derzeit von der britischen Regierung angestrebt und soll nächste Woche im Parlament behandelt werden, wie Politico berichtet. Strafen könnten verhängt werden, wenn KI-generierte Bilder trotz Aufforderung der Behörde Ofcom nicht entfernt werden.
Das stellt eine Verschärfung des Regierungsvorgehens dar: Bisher sollten nur die Firmen, wie zum Beispiel X oder Facebook, haftbar gemacht werden, wenn nicht einvernehmliche Deepfakes nicht schnell genug von den Webseiten entfernt werden. Im Februar wurde ein entsprechender Gesetzesentwurf vorgelegt, wonach solche KI-generierten Bilder innerhalb von 48 Stunden von den Unternehmen entfernt werden müssen. Andernfalls drohen Bußgelder von bis zu zehn Prozent des globalen Umsatzes, oder die Dienste könnten technisch in Großbritannien geblockt werden.
Premierminister Keir Starmer sagte der BBC im Februar, dass diese Gesetzesinitiative Teil des „fortwährenden Kampfes“ gegen Internetplattformen und zum Schutz der Opfer sei. Zu der jetzigen Gesetzesänderung sagte die Technologieministerin Liz Kendall: „Zu vielen Frauen wurde das Leben zerstört, weil ihre intimen Bilder ohne ihre Zustimmung online geteilt wurden.“ Die Regierung verfolge „kompromisslos“ die Mission, „Frauen und Mädchen im Internet zu schützen“. Man habe Maßnahmen ergriffen, die Unternehmen daran hindern sollen, missbräuchliche Inhalte zu veröffentlichen.In beiden Fällen soll eine Änderung der Crime and Policing Bill erfolgen. Die Labour-Politikerin Jess Philipps, die im Innenministerium für den Bereich Gewalt an Frauen zuständig ist, verteidigt die am Freitag angekündigte Gesetzgebung. Zu lange seien diejenigen, die von KI-generierten sexualisierten Bildern profitieren, der Verantwortung entkommen, sagt sie The Mirror. Das müsse sich nun ändern.
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