Schleswig-Holstein hat die vollständige Umstellung seiner Landesverwaltung auf Open-Source-Software beschlossen. Damit vollzieht das Land eine Abkehr vom US-Softwarekonzern Microsoft. Programme wie Word, Excel und Outlook werden aus der Verwaltung entfernt. Betroffen sind rund 60.000 Beschäftigte, wie die Bild-Zeitung berichtet. Ziel der Umstellung ist die Stärkung der sogenannten „digitalen Souveränität“. Nach Angaben der Landesregierung soll die Abhängigkeit von außereuropäischen Softwareanbietern reduziert werden.
Bereits im Frühjahr 2024 wurde LibreOffice als Standardanwendung für Textverarbeitung und Tabellenkalkulation eingeführt. Kurz darauf ersetzten Open-Xchange und Mozilla Thunderbird das bisher genutzte Outlook. Das Betriebssystem Windows wird Schritt für Schritt durch Linux ersetzt. Die Umstellung soll bis Herbst 2025 abgeschlossen sein.
Die Begründung der schwarz-grünen Landesregierung: „Softwaremonopole sind teuer und stehen dem Datenschutz im Weg. Deshalb setzt die Verwaltung in Schleswig-Holstein zukünftig auf Open-Source-Software. Seit kurzem können wir in unseren Gerichten LibreOffice nutzen, Ende des Jahres wird es Pflicht.“
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