Im Grunde ist es noch gar nicht lange her, da gehörten die Weihnachtsmärkte zu den gesellschaftlichen Höhepunkten des Jahres. Gleich, ob im Dorf oder in der Stadt –Weihnachtsmärkte waren Orte, an denen man sich verabredete: mit Freunden, mit der Familie, für einen Glühwein, eine Bratwurst und eine ruhige Stunde voller Gespräche – eingehüllt in winterliche Kälte und frühe Dunkelheit.
Eine Tradition, die half, Menschen zusammenzuführen, ein Ort, an dem man das Miteinander friedlich und fröhlich zelebrierte.
Was wäre urbanes Leben ohne regelmäßige Zusammenkünfte in einem gefahrlosen öffentlichen Raum? Eine Ödnis. Antizivilisatorische Dystopie.
Doch Sorglosigkeit im öffentlichen Raum ist nicht mehr selbstverständlich. Seit dem verhängnisvollen Jahr 2015, seit der unkontrollierten Grenzöffnung unter Angela Merkel, erlebt Europa seinen eigenen „Michel-Houellebecq-Moment“.
Der massenhafte Zustrom junger Männer aus überwiegend islamisch geprägten Ländern hat das Sicherheitsgefühl vieler Menschen nachhaltig erschüttert.
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