Volkswagen versinkt immer tiefer in der Krise. Zuletzt jagte ein Gewinneinbruch den anderen, jetzt stellt der Konzern fest: Für nächstes Jahr fehlen elf Milliarden Euro, berichtet Bild. Bei dem Loch geht es um den sogenannten Net Cash Flow, also das flüssige Geld, über das Volkswagen letztlich für Ausgaben verfügen kann.
Zur Einordnung: Die Volkswagen Group setzte im vergangenen Jahr 325 Milliarden Euro um. Gemessen an dieser Zahl wirken die fehlenden elf Milliarden zunächst überschaubar. Doch der Gewinn aus dem operativen Geschäft betrug nur 19,1 Milliarden Euro – 15 Prozent weniger als in 2023. Nach Steuern waren es sogar nur zwölf Milliarden Euro, was einem Minus von 30 Prozent entspricht. VW kann das fehlende Geld also nicht einfach herbeizaubern; der Konzern muss weiter massive Abstriche machen.
Vor allem die Investitionen in den technologischen Fortschritt und die Finanzierung der Produktentwicklung dürften 2026 darunter leiden. Weil VW nicht nur weiterhin mehr in die Elektromobilität investieren will, um in Europa anschlussfähig zu bleiben, sondern auch die verbauten Technologien generell große Fortschritte machen, ist es ein schlechter Zeitpunkt, um Abstriche zu machen.
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