Weltverfolgungsindex 2026: Situation der Christen verschärft sich weiter

vor 6 Monaten

Weltverfolgungsindex 2026: Situation der Christen verschärft sich weiter
Bildquelle: Tichys Einblick

Am 14. Januar hat die Menschenrechtsorganisation Open Doors ihren jährlichen Weltverfolgungsindex veröffentlicht. Darin evaluiert sie Daten zur Christenverfolgung weltweit und listet 50 Länder, in denen Christen am stärksten verfolgt werden. Der Berichtszeitraum liegt jeweils zwischen Oktober 2024 und Oktober 2025.

Nach wie vor belegt Nordkorea wie bereits in den Vorjahren den ersten Platz: Christen sind in dem abgeschotteten Land schwerster Verfolgung ausgesetzt, ebenso wie in Somalia, im Jemen und im Sudan. Besonders auffällig ist die Platzierung Syriens: Wurde es im Vorjahresbericht noch auf Platz 18 gelistet, findet es sich nunmehr auf Platz sechs. Open Doors bewertet damit das Ausmaß der Verfolgung von Christen in Syrien nicht mehr als „sehr hoch“, sondern als „extrem“.

Grund dafür ist die prekäre Situation religiöser Minderheiten seit dem Sturz Assads und der Machtergreifung islamistischer Kräfte unter Ahmed al Scharaa. Dies ging zum einen mit verstärkter Gewalt gegen Christen einher: Open Doors konnte 27 gewaltsame Tode von Christen im Berichtszeitraum verifizieren, 2024 hingegen keinen einzigen – allerdings ist davon auszugehen, dass die Zahlen höher liegen, da die Verifizierung von Fällen häufig nicht möglich ist.

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