„Ich werde alles tun, was in meiner Macht noch steht, dass das nicht passiert.“ Mit diesen Worten kommentierte Ex-Bundeskanzlerin Angela Merkel am Montag bei der „re:publica“-Messe eine Frage nach der Möglichkeit einer AfD-Kanzlerin in zehn Jahren. Das berichtet die Welt. Merkel hatte im Gespräch mit zwei WDR-Journalisten immer wieder vor Fatalismus in Bezug auf ein weiteres Erstarken der AfD gewarnt. „Wenn es genügend Menschen gibt, die an die Demokratie glauben – und daran glaube ich immer noch –, dann wird das nicht passieren“, erklärte sie.
Zu dem Umfrageerfolg der AfD in Sachsen warnte Merkel zunächst an einer anderen Stelle des Gesprächs, dass aufgepasst werden müsse, „nicht schon Ergebnisse vorweg(zu)nehmen, die gar nicht eingetreten sind“. Im Anschluss richtete sie einen direkten Appell an das Publikum: „Jeder, der nicht möchte – und ich gehöre dazu –, dass die AfD stark wird, der muss etwas tun.“
Die AfD versuche aktuell, den Volksbegriff umzudefinieren, behauptete Merkel. „Unsere Demokratie“ beruhe jedoch darauf, dass „Fakten Fakten sind“ – dazu gehöre auch, dass jeder deutsche Staatsbürger Teil des Volkes ist.
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