„Werden nicht erfasst“: Tausende Kurzzeit-Migranten verschwinden im System

vor 5 Monaten

„Werden nicht erfasst“: Tausende Kurzzeit-Migranten verschwinden im System
Bildquelle: Apollo News

Jährlich reisen Tausende Arbeitsmigranten aus Entwicklungsländern im Rahmen eines befristeten Beschäftigungsprogramms nach Deutschland ein, ohne dass ihre rechtzeitige Ausreise überprüft wird. In der Regel wissen die Behörden nicht einmal, ob die Personen überhaupt eingereist sind. Zudem werden kurzfristige Arbeitsvisa dafür genutzt, langfristige Asylverfahren einzuleiten. Dies zeigen Recherchen von Welt am Sonntag.

Hintergrund ist die seit 2024 gültige Regelung für „kurzzeitige kontingentierte Beschäftigungen“. Über dieses Programm darf die Bundesagentur für Arbeit jährlich bis zu 25.000 Arbeitserlaubnisse an Ausländer vergeben, die über keine Vorqualifikationen oder Sprachkenntnisse verfügen. Voraussetzung hierfür ist, dass ein deutscher Betrieb der Beschäftigung zustimmt und das Auswärtige Amt ein Visum erteilt, falls dies aufenthaltsrechtlich notwendig ist. Sofern diese Bedingungen erfüllt sind, wird eine Arbeitserlaubnis von bis zu acht Monaten erteilt.

Nach Informationen der Welt am Sonntag habe die Bundesagentur im vergangenen Jahr 14.963 Zustimmungen für dieses Arbeitsprogramm erteilt. Nicht alle Antragsteller erhalten anschließend jedoch auch ein Visum. Laut des Auswärtigen Amtes seien in diesem Zusammenhang 2025 lediglich „rund 7.650 nationale Visa“ erteilt worden.

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