Klaus Schwab hat Strafanzeige gegen die Whistleblower gestellt, deren Anschuldigungen zu seiner Entlassung geführt haben. Das berichtet die Financial Times am Donnerstag. Am Ostersonntag hatte Klaus Schwab seinen sofortigen Rücktritt von dem Posten als Vorsitzender des Kuratoriums des World Economic Forums (WEF) bekanntgegeben. Er hatte das WEF 1971 gegründet.
Aufgrund des anonymen Whistleblower-Briefes hatte das WEF Untersuchungen gegen Klaus Schwab eingeleitet. Ihm und seiner Ehefrau werden finanzielle sowie ethische Verfehlungen vorgeworfen. Der Brief soll laut dem Vorstand des Forums von aktuellen und ehemaligen Mitarbeitern verfasst worden sein. In dem Schreiben werden Schwab und seiner Ehefrau Hilde finanzielle sowie ethische Verfehlungen vorgeworfen.
Der Gründer des WEF erklärte gegenüber der Financial Times, dass seine Anwälte bei der Staatsanwaltschaft in Genf Klage wegen Verleumdung und Nötigung eingereicht haben. Beides ist in der Schweiz strafbar, und die Polizei muss Ermittlungen einleiten. Das World Economic Forum wollte sich gegenüber der Financial Times nicht zu Schwabs Vorgehen äußern. Das Forum erklärte lediglich, dass es sich um eine Angelegenheit handele, „die offenbar privat gegen unbekannte Whistleblower gerichtet ist“.
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