Wie beruhigt man seine Eltern, wenn man von den Linken bedroht wird?

vor 9 Monaten

Wie beruhigt man seine Eltern, wenn man von den Linken bedroht wird?
Bildquelle: Apollo News

Wenn man seine Eltern – die beide aus einem kleinen Ort auf einer Insel stammen, der aktuell stolze fünftausend Einwohner zählt – davon überzeugen will, dass es kein Grund zur Sorge ist, dass ihre einzige Tochter in Berlin lebt, dann gibt es ein paar Dinge, die nicht so gut ankommen. Zum Beispiel, wenn besagte Eltern zufällig in der Zeitung lesen müssen, dass bei ihrer Tochter in der Nachbarschaft eine Frau vergewaltigt oder mal wieder jemand abgestochen wurde. Wirklich so gar nicht gut kommt allerdings, wenn diese Eltern in der Zeitung lesen müssen, dass die örtlichen Linken Antifa-Veranstaltungen gegen das Medium abhalten, bei dem sie arbeitet. Mit Adresse, Gewaltrhetorik und allem drumherum.

„Ach, das ist doch alles halb so schlimm“ oder „Das betrifft mich ja nicht, ich bin zu der Zeit schon zu Hause“ – die üblichen Berlin-Elternberuhigungssprüche – ziehen dann auch leider nicht. Dann kann auch die Linke noch so oft rumheulen, dass sie ja jetzt so gemeinerweise völlig falsch verstanden wurde. Das überzeugt nicht, wenn man vorher noch meinte, unter dem Hashtag #Antifa groß den Schnabel aufreißen zu müssen. „Auf die Tasten treten“, „das Leben ungemütlich machen“, „aus den Köpfen treiben“ – die wollen ja bloß spielen.

Und die zig Leute, die sie mit Flyern auf der Straße und Posts im Internet in ihr veganes Stammlokal gelockt haben, sind keine Bedrohung. Das ist nur die lokale Kuschelantifa, die checken schon, dass das ’ne Metapher war. Es hilft auch nicht, dass Moritz Warnke im gleichen Atemzug direkt wieder auf Angriff geht und uns die Pressefreiheit abspricht. Wie nett und deeskalierend.

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