Der Grünen-Vorsitzende Felix Banaszak kritisierte im Gespräch mit der Rheinischen Post den bisherigen Umgang mit dem Aufstieg der AfD als konzeptlos und reaktiv. Man hätte es versäumt, eigene Schwerpunkte zu setzen – aktuell würden „rechtsextreme Kräfte“ die Agenda „dominieren“, während die übrigen Parteien „wie das Kaninchen vor der Schlange“ agierten.
Banaszak bemängelte, die öffentliche Debatte schwanke zwischen Skandalisierung und Normalisierung – der Fokus liege jedoch stets auf der AfD. Statt sich weiter von deren Positionen treiben zu lassen, müsse es gelingen, eigene Themen zu setzen. Es brauche, so der Grünen-Vorsitzende, „einen positiven Gegenentwurf einer solidarischen, vielfältigen Gesellschaft, eines erfolgreichen ökologischen Wandels, einer gerechten Verteilung von Wohlstand und Chancen“.
Zugleich sprach sich Banaszak für eine neue politische Kultur aus. Diese sei besonders dort notwendig, wo „Antidemokraten“ den öffentlichen Raum bestimmten. Ziel müsse ein „neues Miteinander“ sein.
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