Da ist dieser recht intelligente Scherz über die vermaledeite Autokorrektur in Schreibprogrammen am Computer oder am Smartphone. Es ist ein doppeltes englisches Wortspiel, das sich beim besten Willen nicht übersetzen lässt:
The inventor of auto-correct has died. Restaurant in piece. The funnel will be held tomato.
Moderne Menschen – oder besser: Menschen in unseren „modern“ genannten Zeiten – kommunizieren miteinander zunehmend über automatisch vorgeschlagene Textbausteine. Das geht schnell und ist bequem, man muss sich die Wörter und Kurzsätze nicht selbst einfallen lassen.
Unser Gehirn ist evolutionsbiologisch auf Energiesparen ausgelegt. Oder anders: Wir sind von Natur aus denkfaul. Deshalb suchen wir in unserer Umgebung nach Mustern und schaffen uns im Alltag unzählige Routinen: Das Erkennen eines Musters erspart uns die Analyse von dessen Einzelteilen, und über eine eingeübte Routine müssen wir auch nicht mehr groß nachdenken.
Darum sind künstlich generierte Formulierungsvorschläge so beliebt. Das erklärt auch mindestens teilweise den weltweiten Siegeszug der „Emojis“: Das sind die kleinen Piktogramme, die nicht nur Dinge, sondern auch Gefühle abbilden. Im schlechtesten Fall ersetzt so ein Mini-Bildchen ein Wort. Im günstigsten Fall ersetzt es einen ganzen Satz, mit dem man sonst umständlich beschrieben hätte, wie man sich gerade fühlt.
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