Der Wackel-Kanzler: Wie Friedrich Merz den Rückhalt in der eigenen Partei verspielt

vor 11 Monaten

Der Wackel-Kanzler: Wie Friedrich Merz den Rückhalt in der eigenen Partei verspielt
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Persönliche Beliebtheit im Keller (32 Prozent), die Union (27,5 Prozent) nur knapp vor der AfD (24 Prozent) und jede Menge Streitthemen in der eigenen Koalition: Wer wissen will, wie und warum Kanzler Friedrich Merz (CDU) den Rückhalt in den eigenen Reihen verliert, bekommt in diesen Tagen ein Paradebeispiel vorgeführt.

Sonntagabend, 20:40 Uhr: „Ich begrüße die Einigung zwischen Ursula von der Leyen und Donald Trump in den Verhandlungen zwischen der Europäischen Union und den Vereinigten Staaten“, heißt es in einer Pressemitteilung des Kanzleramts. „Es ist gut, dass Europa und die USA sich geeinigt haben und so eine unnötige Eskalation in den transatlantischen Handelsbeziehungen vermeiden. (...) Wir haben so unsere Kerninteressen wahren können, auch wenn ich mir durchaus weitere Erleichterungen im transatlantischen Handel gewünscht hätte. Von stabilen und planbaren Handelsbeziehungen mit Marktzugang für beide Seiten profitieren alle ­– diesseits wie jenseits des Atlantiks, Unternehmen wie Verbraucher.“

In seinem Pressestatement am Montag vollzog Merz eine Kehrtwende in der Beurteilung des Zoll-Deals mit den USA.

Keine 24 Stunden später: „Ich bin mir völlig darüber im Klaren, dass die Zölle, die jetzt bleiben – das sind insbesondere die 15 Prozent gegenüber 0 Prozent für die Importe in die Europäische Union –, eine erhebliche Belastung der exportorientierten Wirtschaft der Bundesrepublik Deutschland darstellen. Das ist völlig klar. Sie werden sich daran erinnern, dass ich in den letzten Tagen immer wieder darauf hingewiesen habe, dass es ein asymmetrisches Abkommen geben wird, wenn es denn überhaupt eins gibt. Ich bin mit diesem Ergebnis nicht zufrieden im Sinne von: Das ist jetzt gut so, sondern ich sage nur, dass offensichtlich angesichts der Ausgangslage, die wir mit den Vereinigten Staaten von Amerika hatten, nicht mehr zu erreichen war. Das heißt jetzt im Klartext, dass die deutsche Wirtschaft durch diese Zölle erheblichen Schaden nehmen wird, aber ich bin mir ziemlich sicher, dass es nicht auf Deutschland und Europa allein begrenzt bleiben wird.“

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