Überall in Deutschland werden zurzeit Wasserstofftankstellen geschlossen. Allein von Januar bis Ende Juli werden es 22 sein, berichtet der Tagesspiegel. Von einst fast 100 Tankstellen sind nur noch 69 in Betrieb, jederzeit kann eine weitere für immer gesperrt werden. Das Verschwinden der Tankstellen ist wie in Symbol – der stille Tod des Wasserstoffautos.
Für viele Deutsche war der Wasserstoff-Antrieb der Weg in die technologische Zukunft. Das Wasserstoffauto galt als Alternative zum batteriegetriebenen Auto. Getankt wird in wenigen Minuten, die Reichweite taugt auch für lange Strecken. Aus einem unsichtbaren Gas wird sauberer Strom gemacht – mehr geht nicht.
Die Industrie propagierte das Thema massiv. 2011 läutete der damalige Mercedes-Chef Dieter Zetsche das „Jahrhundert des Wasserstoffs“ ein. Fast 200 Millionen an Fördermitteln sind seither in den Aufbau von Tankstellen geflossen. „Aber das große Rennen ist gelaufen“, sagt ein Ex-Manager aus der Branche heute. Der Traum vom massentauglichen Wasserstoffauto ist ausgeträumt.
ANGST IN ANKARA: Gutes Gespräch mit Putin ‒ Was hat Trump auf NATO-Gipfel vor? | WELT LIVESTREAM











