Bestseller-Autor und Strafverteidiger Ferdinand von Schirach übt scharfe Kritik an Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und dem Umgang mit der AfD. Dieser sei das prominenteste Beispiel für die schieflaufende Debatte um die Partei, stellte der Jurist im Podcast von Bild-Journalist Paul Ronzheimer dar. Auch das im Mai veröffentlichte Gutachten des Verfassungsschutzes reiche für ein Verbot der AfD nicht aus, hält er fest, betont aber auch, eine Regierungsbeteiligung der Oppositionspartei würde ihm „unfassbare Sorgen“ bereiten.
Der Bundespräsident sei das prominenteste Beispiel dafür, was in der Debatte um die AfD schieflaufe. Der habe im Grunde gesagt: „Wir bekämpfen euch mit allen Mitteln!“, fasst Schirach die Rede von Frank-Walter Steinmeier anlässlich des 9. Novembers zusammen (Apollo News berichtete). Das sei aber eine falsche Idee. „So eine Rede“ halte man „für die eigenen Leute“, während „der Feind außen“ sei. Unter den Zuhörern der Ansprache vor Ort wäre keiner „jemals auf die Idee gekommen, AfD zu wählen“.
Die Brandmauer hält von Schirach für falsch. Man müsse die Zustimmung der AfD bei eigenen Vorschlägen in Kauf nehmen dürfen – damit habe Friedrich Merz Anfang des Jahres bei der Abstimmung über mehrere Migrationsanträge recht gehabt.
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