Der stellvertretende Chefredakteur der Tagesschau und Tagesthemen, Helge Fuhst, hat mit Blick auf die Corona-Pandemie Versäumnisse in der journalistischen Arbeit seiner Redaktion eingeräumt. In einem Interview mit dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) sprach Fuhst über den Umgang mit der Krise und über langfristige Herausforderungen im öffentlich-rechtlichen Rundfunk.
„Zu Beginn der Pandemie wusste niemand, was passiert. Politik, Gesellschaft, Medien – niemand, auch wir nicht“, sagte Fuhst. Rückblickend sehe er jedoch, dass die ARD in ihrer Berichterstattung „länger als nötig in diesem Krisenmodus geblieben“ sei. Heute würde er „schneller den Alltag wieder zulassen“.
Doch trotz dieser Entschuldigung wehrte er sich gegen den Vorwurf, die ARD habe während der Pandemie einseitig berichtet oder sich gegen eine gesellschaftliche Mehrheit positioniert. Vielmehr habe man den vorherrschenden gesellschaftlichen Konsens abgebildet. „Vielleicht sind wir ein eher ängstliches, vorsichtiges Volk“, so Fuhst weiter.
Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) zum Bundeshaushalt 2027 | 06.07.26











