In ihrer Antrittsrede als Präsidentin der UN-Vollversammlung, bei der sie die 80. Sitzung des Gremiums eröffnete, hat Annalena Baerbock eine kryptische Anspielung auf die Nachfolge von UN-Generalsekretär António Guterres gemacht und sich so möglicherweise selbst ins Rennen für den Posten gebracht.
So meinte sie im Hinblick auf die bald bevorstehende Wahl eines neuen UN-Generalsekretärs: „Die Wahl des nächsten Generalsekretärs ist einer der Schlüsselprozesse dieser 80. Sitzung. Unsere Wahl wird ein starkes Signal darüber senden, wer wir sind und ob wir wirklich allen Völkern der Welt dienen, von denen, überall auf der Welt, die Hälfte Frauen und Mädchen sind.“ Man könnte sich fragen, so Baerbock weiter, wie in achtzig Jahren nicht eine einzige Frau unter vier Milliarden potenziellen Kandidaten als Generalsekretärin amtiert hat.
Als Präsidentin der UN-Generalversammlung hat die ehemalige Bundesaußenministerin nämlich vor allem zeremonielle Aufgaben – abseits davon ist ihre wichtigste Verantwortung die Organisation der Wahl eines Nachfolgers für Guterres, dessen letzte Amtszeit Ende nächsten Jahres abläuft. Baerbocks eigene Amtszeit beträgt dabei ein Jahr – zum Zeitpunkt der Wahl eines neuen UN-Generalsekretärs wäre sie also wieder frei für ein neues Amt.
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