Wirtschaft will Frauentag als Feiertag streichen – Berliner SPD wittert „rückwärtsgewandte Debatte“

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Wirtschaft will Frauentag als Feiertag streichen – Berliner SPD wittert „rückwärtsgewandte Debatte“
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Der Frauentag als Feiertag – ein Privileg, das sich nur Berlin leistet. Während der Rest Deutschlands am 8. März arbeitet, gönnt sich die Hauptstadt eine Pause. Nun sorgt der Vorschlag von Alexander Schirp, Hauptgeschäftsführer der Unternehmensverbände Berlin und Brandenburg (UVB), diesen Feiertag abzuschaffen, für Zündstoff. Sein Argument: 230 Millionen Euro könnten zusätzlich „volkswirtschaftlich erwirtschaftet“ werden. Wer kann es sich leisten, darauf zu verzichten? Offenbar nur Berlin. Zwei Senatorinnen der SPD äußern gegenüber dem Tagesspiegel scharfe Kritik.

Wirtschaftssenatorin Franziska Giffey wies Schirps Vorschlag entschieden zurück: „Anstatt eine rückwärtsgewandte Debatte über seine Abschaffung anzustoßen, würde ich mir von unseren Unternehmensverbänden einen engagierten Einsatz für mehr Frauen in Führungspositionen der Wirtschaft und für mehr weibliche Unternehmensgründungen wünschen.“ Auch Arbeitssenatorin Cansel Kiziltepe verteidigte den Frauentag vehement. „Wer diesen wichtigen Kampftag nun infrage stellt, nimmt Frauenrechte nicht ernst genug und ignoriert die zunehmende Gewalt gegen Frauen.“ Es gebe „großen Diskussionsbedarf“, sollte dieser Vorschlag ernst gemeint sein.

Schirp selbst hält an seinem Vorschlag fest. Für ihn ist klar: „Wir können natürlich so weiterwurschteln und Frauentag machen, aber dann muss keiner Krokodilstränen weinen, wenn wir nicht aus der Kurve kommen.“ Anstatt des Frauentags sei auch schon über die Abschaffung von Pfingstmontag oder dem 03. Oktober als Feiertag nachgedacht worden.

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