Durch Bescheidenheit und Verzicht sind unsere Wohlfahrtsverbände (nicht) das geworden, was sie heute sind. Und in dieser Tradition machen sie weiter. Von den 1.000 Milliarden Euro Sondervermögen fordern sie nur 10 Milliarden Euro. Gerade einmal 1%. Und natürlich nicht für sich, sondern… aber lassen wir sie selbst zu Wort kommen: “Die anberaumten zehn Milliarden Euro würden es ermöglichen die notwendigsten Modernisierungen vorzunehmen, um Millionen Menschen in unseren Einrichtungen zu schützen, zugleich jährlich erhebliche Mengen an CO2 einzusparen”, und hier sieht man das vorbildlich ganzheitliche Denken dieser Verbände, “und gleichzeitig die deutsche Wirtschaft über ein Investitionsprogramm anzukurbeln“.
Die sechs größten deutschen Wohlfahrtsverbände haben sich in der BAGFW zusammengeschlossen: die Diakonie Deutschland, der Deutsche Caritasverband, die Arbeiterwohlfahrt (AWO), der Paritätische Gesamtverband, das Deutsche Rote Kreuz (DRK) und die Zentralwohlfahrtsstelle der Juden in Deutschland (ZWST). Alle Verbände zusammen haben nach Angaben der BAGFW rund zwei Millionen Beschäftigte. Drei Millionen Menschen engagieren sich ehrenamtlich in der Wohlfahrtspflege.
Begründet wird die Forderung nicht wirklich originell: mit dem Klimawandel bzw. mit den in Deutschland immer stärker zu spürenden Folgen des Klimawandels. Denn so der BAGFW, “um das Wohlergehen der Klienten gewährleisten zu können, brauche es weitreichendere Investitionen. Hilfskonstruktionen mit Ventilatoren und Markisen sind für die körperliche Integrität und Sicherheit älterer Menschen, Kinder und Kranker mehr als unzureichend“.
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