In seiner Rede am Mittwochabend, nach der Entlassung des Finanzministers Christian Lindner, sprach Habeck über den Bruch der Ampelregierung. Dabei unterlief ihm ein peinlicher Versprecher, der zugleich die Probleme hinter den Herzensanliegen der Grünen offenbarte. Habeck sprach unabsichtlich aus, was für viele längst sichtbar war, nämlich die fatalen Folgen grüner Wirtschaftspolitik. Konkret sagte er: „Wir wiederum wollten den sozialen Zusammenhalt, den sozialen Frieden und die Zukunft dieses Landes, und das ist vor allem die wirtschaftliche und ökonomische Erholung des Landes, durch den Klimaschutz, durch die Nutzung von Klimatechnologien gefährden.”
Natürlich war das nicht so gemeint; Habeck vergaß schlicht das „nicht“ in seinem Satz. Tatsächlich dürften viele argumentieren, dass sie das dennoch erreicht haben. Man denke über die abwandernde Großindustrie, unzählige bedrohte Arbeitsplätze in der Autobranche und die hohen Energiekosten. Man wollte Klima-Vorreiter für die gesamte Welt werden, aber andere Industrienationen gingen nicht mit, sondern empfangen lieber deutsche Unternehmen mit offenen Armen, die wegen immer höherer Kosten und Abgaben aus der Heimat abwandern.
Weiter sagte Habeck, dass sich das Ampel-Aus aus Sicht der Grünen „falsch und nicht richtig anfühlt”. Deutschland müsse angesichts des Sieges von Trump Handlungsfähigkeit in Europa zeigen. Habeck warf der FDP vor, sich im Haushaltsstreit nicht kompromissbereit gezeigt zu haben, weil nicht auf Lösungsvorschläge eingegangen wurde. Der Vizekanzler sagte, dass es nötig gewesen wäre, mehr Geld für die Ukraine bereitzustellen, um die Sicherheit Europas zu gewährleisten, nachdem Trump die Präsidentschaftswahl gewonnen hatte.
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