„Worte haben Konsequenzen“: Ex-Außenminister Joschka Fischer kritisiert Merz für Trump-Schelte

vor 2 Monaten

„Worte haben Konsequenzen“: Ex-Außenminister Joschka Fischer kritisiert Merz für Trump-Schelte
Bildquelle: Apollo News

Der frühere Bundesaußenminister Joschka Fischer (Grüne) hat bei Markus Lanz im ZDF am Mittwochabend Bundeskanzler Friedrich Merz für dessen unglückliche Kommunikation gerügt. Hintergrund war dessen öffentliche Kritik am Vorgehen von US-Präsident Donald Trump im Iran. Merz warf den USA unter anderem Strategielosigkeit vor und erntete dafür wiederum harsche Kritik von Trump, der als Reaktion den Abzug von 5.000 US-Soldaten aus Deutschland ankündigte (Apollo News berichtete).

„Ich hätte das nicht gesagt. Nicht in dieser Form. Man weiß, wie Trump auf sowas reagiert“, sagte Fischer in der Sendung. Vielmehr hätte sich Merz in seiner repräsentativen Funktion als Bundeskanzler diplomatischer äußern müssen. „Worte haben Konsequnzen. Und vor allem die Worte des Bundeskanzlers“, sagte Fischer. „Ob es klug ist, sich so zu äußern, das wag ich zu bezweifeln.“

Merz hatte Anfang vergangener Woche bei einem Schulbesuch im Sauerland gesagt, die USA seien „ganz offensichtlich ohne jede Strategie“ in den Irankrieg gegangen. Zudem würden die Iraner derzeit „offensichtlich sehr geschickt verhandeln“, wodurch sich die Lage der Amerikaner auf absehbare Zeit nicht verbessern würde. „Da wird eine ganze Nation gedemütigt durch die iranische Staatsführung“, sagte Merz zum Vorgehen der US-Regierung.

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