ARD und ZDF setzen interne Schulungen ein, um die Sprache über Migration zu beeinflussen. Zwölf Online-Kurse, erstellt von der staatlich finanzierten NGO „Mediendienst Integration“, werden in einer internen ZDF-Mail genannt. In diesen Kursen wird festgelegt, welche Begriffe als sensibel gelten und welche zu vermeiden sind. So soll „Flüchtling“ durch „Geflüchtete“ ersetzt werden; auch Ausdrücke wie „Flüchtlingswelle“ oder „Migrationshintergrund“ werden dort kritisch bewertet. Darüber berichtete die Bild unter Berufung auf Enthüllungen der „Initiative Transparente Demokratie“, einer NGO-kritischen Organisation.
Die Existenz dieser Schulungen hat das ZDF bestätigt, gleichzeitig den Vorwurf einer gezielten Steuerung jedoch zurückgewiesen. In einer Stellungnahme heißt es, die Onlinekurse seien freiwillig und über die ARD/ZDF-Medienakademie abrufbar. Die Angebote stellten keinen Eingriff in die Programmgestaltung dar, und die redaktionelle Verantwortung liege weiterhin beim Sender selbst. Damit räumt das ZDF jedoch faktisch den Kern der Berichte ein: Es existieren Sprachtrainings zum Thema Migration, entwickelt von einer externen, staatlich finanzierten Organisation.
In seiner Darstellung versucht das ZDF, das Programm als wissenschaftlich begleitete Fortbildung zu präsentieren. Die interne Mail zeigt jedoch, dass es sich dabei um einseitige Inhalte handelt, die migrationskritische Berichterstattung verhindern sollen. Der öffentlich-rechtliche Rundfunk formt damit die journalistische Ausdrucksweise politisch.
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