Bei einem Überfall auf eine katholische Pfarrei im Osten der Demokratischen Republik Kongo sind nach Angaben lokaler Behörden mindestens 64 Menschen getötet worden. Der Angriff ereignete sich in der Nacht auf die Pfarrei St. Joseph von Manguredjipa im Dorf Ntoyo, Provinz Nord-Kivu.
Nach Angaben der Behörden stürmten Kämpfer der islamistischen Rebellenorganisation Allied Democratic Forces (ADF) die Pfarrei während einer Trauerfeier. Die Angreifer setzten Macheten, Schusswaffen und Hämmer ein; zahlreiche Opfer wurden erschossen, erschlagen oder zu Tode gehackt. Anschließend seien Häuser in Brand gesteckt worden. Die Behörden sprachen von einem geplanten Vorgehen.
Das Hilfswerk Kirche in Not (Aid to the Church in Need, ACN) verurteilte die Tat scharf und bekundete Solidarität mit den Hinterbliebenen. Die Organisation verwies auf ein Muster der Gewalt im Osten des Landes, wo islamistische Milizen, die mit dem „Islamischen Staat – Provinz Zentralafrika“ (IS-CAP) verbunden sind, wiederholt gegen Zivilisten vorgehen.
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