Die Staatsanwaltschaft hat nun zum dritten Mal Ermittlungen wegen eines Social-Media-Beitrags gegen die Journalistin Anabel Schunke eingeleitet. Gegenstand des neuen Verfahrens ist eine Instagram-Story, in der die Journalistin ein Meme mit einem Foto eines übergewichtigen Mannes teilt, der sich mit stolzem Gesichtsausdruck die Haare rasieren lässt. Über dem Foto steht der Text: „liberal women after a day of vandalizing teslas“ (dt.: „liberale Frauen nach einem Tag vandalisieren von Teslas“).
Ursächlich für die Aufnahme eines neuen Verfahrens war das Hakenkreuz-Tattoo auf der Schulter des Mannes. Das bestätigte die Staatsanwaltschaft gegenüber Apollo News. „Das Hakenkreuz ist ein nationalsozialistisches Kennzeichen“, heißt es in einem Schreiben der Göttinger Staatsanwaltschaft vom zehnten Juli, „Die öffentliche Verbreitung ist verboten“. Anstelle einer Vorladung und Vernehmung wird Schunke die Möglichkeit der schriftlichen Stellungnahme innerhalb von 14 Tagen gegeben.
Wegen dieses Memes hat die Staatsanwaltschaft Göttingen erneut Ermittlungen gegen mich aufgenommen. Das Hakenkreuz auf dem Arm des Mannes habe ich dieses Mal geschwärzt. Die Szene stammt aus dem Film American History X. Das Meme stellt eine Warnung vor den gefährlichen… pic.twitter.com/8TrOBNVqoH
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