Die Bundesbeauftragte für die Opfer der SED-Diktatur missbraucht die Opfer der SED-Diktatur

vor etwa 2 Monaten

Die Bundesbeauftragte für die Opfer der SED-Diktatur missbraucht die Opfer der SED-Diktatur
Bildquelle: Tichys Einblick

Gestern bestätigte der Deutsche Bundestag Evelyn Zupke im Amt der Bundesbeauftragten für die Opfer der SED-Diktatur. Nun könnte man schon die Frage stellen, ob es überhaupt dieses Amtes in dem ohnehin schon ausufernden Kommissarswesen der Bundesrepublik bedarf und ob man nicht im Sinne der Einsparungen die Beauftragten streicht von A wie Antidiskriminierung bis T wie Tierschutz. Es würde doch genügen, wenn die Abgeordneten und die Ministerien einfach ihrer Arbeit nachgingen. In diesem Fall kommt noch hinzu, dass ein exzellent arbeitendes Stasi-Unterlagen-Archiv im Bundesarchiv und eine vorbildlich arbeitende Stiftung Aufarbeitung existieren – zudem haben Historiker wie Hubertus Knabe, Helmut Müller-Enbergs oder Jens Gieseke, um nur drei zu nennen, eine hervorragende Forschung und Aufarbeitung geleistet und leisten sie weiterhin.

Ausgesprochen problematisch wird es hingegen, wenn sich die Bundesbeauftragte Zupke öffentlich zu politischen Wertungen aufschwingt und parteipolitisch tätig wird, was schon dadurch geschieht, dass sie gegen einige politische Parteien Stellung bezieht. Zu den Grundpfeilern der Demokratie zählt die Neutralität des Staates und seiner Institutionen. Wenn jedoch Zupke diese Neutralität missachtet, handelt sie selbst gegen die Demokratie, deren Wert sie vermitteln will. Es wäre also notwendig, Frau Zupke nicht nur über den Wert, sondern vor allem über das Wesen der Demokratie aufzuklären – und in den Inhalt des Beutelsbacher Konsens einzuführen, der Indoktrination verbietet.

Evelyn Zupke hat dem RedaktionsNetzwerk Deutschland gegenüber geäußert, dass sie die „Wählerinnen und Wähler in Ostdeutschland über den Wert der Demokratie aufklären und Parteien entgegentreten“ will, „die den Unterschied zur SED-Diktatur verwischen“. Ob Zupke, die Soziale Arbeit studiert hat, zu historischen Einschätzungen dieser Tragweite befähigt ist, sei dahingestellt, dass sie aber die Ostdeutschen diskriminiert, wenn sie glaubt, dass sie den Ostdeutschen „Demokratie“ beibringen müsse, dürfte außer Frage stehen. Es ist schon schlimm, wenn Westdeutsche vermeinen, die Ostdeutschen in Sachen Demokratie belehren zu müssen, so hübsch von oben herab, doch schlimmer wird es, wenn Ostdeutsche ihnen in diesem suspekten Geschäft eifrig zu Diensten eilen. Nachhilfe in Demokratie scheint Evelyn Zupke zu benötigen, weil sie erstens das Prinzip der Neutralität verletzt und zweitens es zur Demokratie gehört, dass man die Partei wählen kann, die man will, dass es nicht weniger demokratisch ist, die AfD oder das BSW zu wählen als die Grünen oder die SPD. Auch steht es der Bundesbeauftragten nicht zu, den politischen Diskurs zu bewerten.

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