Zwei Journalisten kritisieren Einschüchterung bei ZDF-Sendung „Frontal21“

vor 8 Monaten

Zwei Journalisten kritisieren Einschüchterung bei ZDF-Sendung „Frontal21“
Bildquelle: Apollo News

Zwei Journalisten, die seit Jahren für das ZDF arbeiten, haben massive Kritik gegenüber der Sendung „Frontal21“ geäußert. Andreas Halbach sprach Ende September im Kultur- und Medienausschuss des Landtags Nordrhein-Westfalens davon, dass im Sender die interne Pressefreiheit fehle. Er berichtete, dass es eine Strafversetzung eines unliebsamen Mitarbeiters bei der Sendung gab. Das ZDF bestritt dies. Gegenüber dem Focus sagte der Journalist Joe Sperling, dass er selbst derjenige sei, der strafversetzt wurde. Er bestätigte die Darstellung seines Kollegen Halbach.

Sperling berichtet gegenüber Focus online am 22. Oktober, wie er von der Sendung „Frontal21“ nach Mainz versetzt wurde, um sich um die Sendung „Hallo Deutschland“ zu kümmern. Er spricht von einer Strafversetzung, denn er habe am 14. Juli 2024 ein Schreiben erhalten, das ihm seine Versetzung mitteilte, allerdings ohne Gründe anzugeben. Seine damalige Chefin sagte ihm, „es seien Dinge vorgefallen, die eine weitere Zusammenarbeit nicht mehr möglich machten“.

Er geht davon aus, dass interne Kritik ausschlaggebend für diese Entscheidung war. So hatte sich herausgestellt, dass ein ehemaliger Kollege als Quelle für zwei Geheimdienste tätig gewesen war. Sperling wollte daraufhin wissen, ob das die Redaktionstätigkeit beeinflusst habe. Außerdem äußerte er sich zur Überprüfbarkeit von Bildern aus dem Ukraine-Krieg.

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