Zwischen Verantwortung und Ostalgie: Es ist Zeit für ein Ende der Sozialismus-Romantik

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Zwischen Verantwortung und Ostalgie: Es ist Zeit für ein Ende der Sozialismus-Romantik
Bildquelle: NiUS

Stellen Sie sich vor: Sie schlendern durch einen touristischen Teil einer deutschen Großstadt. Zwischen Kneipen, Currywurst und hippen Cafés stoßen Sie auf einen Souvenir-Stand. Ein flüchtiger Blick genügt: SS-Runen, Wehrmacht-Gasmasken, Volkssturm-Armbinden – und der Verkäufer? Natürlich stilecht im T-Shirt mit dem Porträt von Theodor Eicke, dem Kommandeur der SS-Division „Totenkopf“. Klingt nach einem surrealen Albtraum? Keine Sorge, das ist nicht unser Alltag – jedenfalls nicht ganz. Stattdessen verkaufen wir hierzulande fröhlich Kitsch aus dem Realsozialismus. Ohne allzu klare politische Agenda, versteht sich, aber auch ohne den Aufschrei, der losbricht, sobald jemand ein Relikt aus dem Dritten Reich feilbietet.

Während der Nationalsozialismus in Deutschland – völlig zu Recht – geächtet wird, genießt der marxistische Sozialismus ein beinahe nostalgisches Flair.

Dabei hat letzterer ebenfalls Millionen Opfer auf dem Gewissen und ganze Nationen ins Verderben gestürzt. Massenmorde an ethnischen Minderheiten? Ach ja, die gab es auch hier reichlich: in der UdSSR (Ukrainer, Krimtataren, Wolgadeutsche, Koreaner, Inguschen, Tschetschenen und viele mehr), in China (Tibetaner und Uiguren) und nicht zu vergessen in Kambodscha (Cham).

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