Gerade erst ins Amt gewählt, geht Friedrich Merz bereits öffentlich auf Konfrontationskurs mit der US-Regierung. Im Gespräch mit dem ZDF warf der neue Bundeskanzler Teilen der US-Regierung vor, „absurde Betrachtungen der Bundesrepublik Deutschland“ zu besitzen. Damit meinte er die Kritik, die im Zuge der Einstufung der AfD als „gesichert rechtsextrem“ durch den Bundesverfassungsschutz vonseiten mancher, unter anderem US-Außenminister Marco Rubio und US-Vizepräsident JD Vance, kam.
„Ich hatte eigentlich von Amerika bisher immer das Gefühl, dass sie sehr klar unterscheiden können zwischen extremistischen Parteien und Parteien der politischen Mitte“, führte der CDU-Vorsitzende weiter aus. Auch kritisierte er den Umstand, dass Musk, als Mitglied der US-Regierung, sich in den Bundestagswahlkampf zugunsten der AfD eingeschaltet hatte. „Ich habe mich nicht in den amerikanischen Wahlkampf eingemischt und einseitig Partei ergriffen für den einen oder den anderen“, sagte Merz diesbezüglich. Deshalb rief er die US-Regierung dazu auf, sich aus der deutschen Innenpolitik herauszuhalten.
Tatsächlich mischte sich Merz nicht in den US-Wahlkampf ein, er hat jedoch auch Empfehlungen in ausländischen Wahlkämpfen abgegeben, zuletzt etwa in Rumänien. Im Vorfeld der dann zunächst abgebrochenen Präsidentschaftswahl, hatte sich der damalige Kanzlerkandidat im Dezember in einer Botschaft auf X (ehemals Twitter) an die Rumänen gewandt und sie zur Wahl der EU-freundlichen Kandidatin Elena Lasconi aufgerufen.
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