Eine Transfrau kehrt nach Jahrzehnten in ihr bayerisches Heimatdorf zurück, um ihr Erbe anzutreten. Dort leben fast nur Klischee-Hinterwäldler mit allerlei Vorurteilen. Was will uns der ÖRR damit sagen?
Puh. Das waren 89 lange Minuten. Sehr lange. Aber was tut man nicht alles, um das Schaffen des zeitgeistbeseelten öffentlich-rechtlichen Rundfunks zu dokumentieren. In diesem Fall das Drama „Ungeschminkt“: die Geschichte einer Transfrau, die nach 35 Jahren in ihr oberbayerisches Heimatdorf zurückkehrt, wo sie mit ihrer Vergangenheit konfrontiert wird. Gewissermaßen der Film zum Gesetz.
Als zwischenmenschliches Drama ohne das hochgejazzte Trans-Thema hätte die Geschichte ebenso funktioniert, mehr oder weniger, die Protagonisten werden jedenfalls differenziert gezeichnet. Aber dass die Botschaft von der immer wieder bemühten „Transfeindlichkeit“ der Gesellschaft transportiert wird und dazu mit allerlei Klischees gearbeitet wird, macht das Unternehmen schon von vornherein verdächtig.
Es beginnt damit, dass Josefa (Adele Neuhauser, als „Tatort“-Kommissarin Bibi Fellner bekannt und von eher herber Physiognomie), die mit ihrem leisen Mann Magnus in München lebt, zur Klinik radelt. Dort hockt ihre Freundin Antonia (spielt auch die Ermittlerin Transfrau Elena Barin im „Seeland“-Krimi) – offenbar von den allgegenwärtigen Transfeinden übel zugerichtet. Dann sehen wir Josefa in der Beratungsstelle „TRANSfair“, wo sie im Stuhlkreis sagt, was die Trans-Aktivisten eben so behaupten: „Die Gesellschaft beurteilt nach ihren Sehgewohnheiten, das Geschlecht jedoch wird nicht von Äußerlichkeiten bestimmt. Wer wir sind, entscheidet nicht die Gesellschaft, sondern jeder Mensch für sich.“
„Das Geschlecht liegt zwischen den Ohren" – Stuhlkreisweisheit.Daher: „Selbstbestimmungsgesetz.“ Denn „das Geschlecht liegt nicht zwischen den Beinen, es sitzt zwischen den Ohren“ – also da, wo man eigentlich das Hirn vermutet hätte. Aber wird wohl stimmen, schließlich hat man extra die Sensitivity-Beraterin Julia Monro ins Boot geholt, als man das Drehbuch schrieb. Und schließlich hat es auch der Queer-Beauftragte der Bundesregierung schon gesagt: "„Welchem Geschlecht sich jemand zugehörig fühlt, das ist keine Entscheidung von Richtern, Medizinern und Psychologen.“
WM 2026 in USA: Fifa-Skandal! Trump ruft Infantino an! Sperre für US-Spieler aufgehoben I WELT LIVE











