Bei einer Kundgebung der Organisation Zaytouna, die vom baden-württembergischen Verfassungsschutz als „säkulare extremistische propalästinensische Bestrebungen“ beobachtet wird, wurden am vergangenen Samstag in Mannheim offenbar mehrere Juden von Demo-Teilnehmern attackiert.
Einer von ihnen, Benny Salz, ehemaliger Vorsitzender der Jüdischen Gemeinde Mannheim, wurde nach eigenen Angaben von einem Teilnehmer der Versammlung ohne Vorwarnung zu Boden gestoßen und verletzt. Der Vorfall ereignete sich auf dem Marktplatz der Stadt, wo rund 200 Personen an einer als propalästinensische Mahnwache zum „Gedenken an einen Genozid“ deklarierten Versammlung teilnahmen.
Salz war gemeinsam mit weiteren Mitgliedern der Jüdischen Gemeinde sowie der Deutsch-Israelischen Gesellschaft (DIG) Rhein-Neckar, darunter der Mannheimer Stadtrat und Grünen-Landtagskandidat Chris Rihm, als Beobachter anwesend. Gegenüber Welt teilte Salz mit, die Stimmung sei zunehmend aggressiv geworden, nachdem eine Rednerin die jüdischen Anwesenden öffentlich als Störer bezeichnet hatte.
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