Der nach eigenen Angaben „feministische“ Verein „Wildwasser (Mädchenhaus Neukölln)“ hat anlässlich der mutmaßlichen Vergewaltigung in einem Jugendzentrum im gleichen Stadtteil eine Stellungnahme veröffentlicht. Darin wird hinterfragt, ob Anzeigen bei Sexualdelikten immer der richtige Weg seien. Außerdem schreiben sie, dass die Herkunft der Täter nicht von Bedeutung sei.
„Die häufig erhobene Forderung nach einer Strafanzeige greift aus Kinderschutzperspektive zu kurz“, heißt es in dem Statement, das am Dienstag veröffentlicht wurde. Strafverfahren würden für die Betroffenen oft eine große zusätzliche Belastung darstellen. „Gleichzeitig liegt die Verurteilungsquote bei sexueller Gewalt in Berlin seit Jahren auf einem sehr niedrigen Niveau von unter fünf Prozent.“
Das zeige, dass eine Anzeige nicht der „lückenlosen Aufklärung“ diene, weder was das Ereignis selbst noch die Verantwortlichkeiten angehe. Zwar könne eine Anzeige sinnvoll sein, aber sie dürfe nicht die „alleinige oder vorrangige Maßnahme“ sein, schreibt der Verein, der auch Frauenhäuser betreibt. Wie jedoch ohne Anzeige eine Aufklärung oder Verurteilung stattfinden soll, ist fraglich.
WM 2026 in USA: Fifa-Skandal! Trump ruft Infantino an! Sperre für US-Spieler aufgehoben I WELT LIVE











