Warum hat es in Berlin fünf Tage gedauert, bis der Südwesten der Stadt mit seinen 100.000 betroffenen Menschen nach den Anschlägen Linksradikaler wieder Strom hatte? Und wie lange dauert es in anderen Metropolen, bis so ein Stromausfall behoben wäre?
Die Berliner Zeitung analysierte die Infrastruktur in fünf anderen Metropolen – und kam zu einem verblüffenden Ergebnis.
Das ist die Stadt, in der das Licht und die Heizung oft schon wieder angehen, bevor sich der Rauch am Himmel verzogen hat. Unter permanentem russischen Raketenbetrieb haben die ukrainischen Stadtwerke eine Art Kriegsbetrieb entwickelt, in dem Schichtpläne, Materiallager und Reparaturkolonnen auf Dauerausnahmezustand getrimmt sind. Wenn Umspann- oder Wärmekraftwerke rund um die Hauptstadt nach nächtlichen Drohnenangriffen brennen und Hochspannungsleitungen zerstört werden, hat die schnelle Versorgung einzelner „Strominseln“ laut ukrainischer Energieversorgung DTEK höchste Priorität. Notfalls wird in der Ukraine improvisiert, was unter deutschen Sicherheitsauflagen undenkbar wäre. Die größte Stadt der Ukraine zeigt, was technisch und organisatorisch möglich ist, wenn die politische Führung, die Bevölkerung und die Energieversorger dieselben Prioritäten teilen. Mitarbeiter und Ingenieure werden in der Ukraine als stille Helden gefeiert.
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