Am Sonntag kam es vor dem Gebäude der US-Botschaft in Oslo zu einer Explosion durch eine mutmaßlich selbst gebaute Bombe. Verletzt wurde dabei niemand. Nun wurden drei Tatverdächtige verhaftet: drei aus dem Irak stammende Brüder mit norwegischer Staatsbürgerschaft. Wie der norwegische Sender NRK berichtet, gestand einer der Brüder am Mittwochabend, die Bombe platziert zu haben. Er behauptete jedoch, allein gehandelt zu haben.
Die Polizei prüft nun, ob die Tatverdächtigen im Auftrag eines Staates gehandelt haben. Die drei Männer stehen unter dem Verdacht, eine terroristische Straftat begangen zu haben, sagte der leitende Ermittler Christian Hatlo laut NRK. Sie sind zwischen 20 und 29 Jahre alt. Der genaue Tathergang wird noch ermittelt, darunter auch, welche Rolle jeder Bruder bei der Vorbereitung innehatte. Der Verteidiger eines der Brüder sagte, dass die Tat mit dem Krieg im Nahen Osten zusammenhänge.
Ebenso wird nach möglichen Auftraggebern gesucht. Die schwedische öffentlich-rechtliche Nachrichtensendung SVT Nyheter berichtete am Mittwoch, dass schwedischen Behörden Informationen vorliegen sollen, wonach die drei Tatverdächtigen Verbindungen zum kriminellen Clan Foxtrott haben sollen. Der Clan könne auch weitere Attacken auf israelische Einrichtungen und gegen kritische Exil-Iraner in Schweden planen, heißt es.
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