Der Neubau eines Gebäudes für die Bundestagsverwaltung soll 28 Millionen Euro mehr kosten als zuletzt geplant. Die Gesamtkosten für den Umbau des Elisabeth-Selbert-Hauses steigen damit laut dem Tagesspiegel auf 117,4 Millionen Euro. In dem Gebäude an der Ecke zur Schadowstraße sollen sich neben Büroräumen künftig auch eine Ausstellungsfläche der Bundeskanzler-Willy-Brandt-Stiftung befinden.
Die Bundesregierung musste die Kosten für das Bauprojekt bereits mehrfach nach oben korrigieren. Zuerst waren die Kosten für den Abriss des Vorgängerbaus und für den Neubau mit 79 Millionen Euro angegeben worden. 2022 hieß es dann, das ganze Projekt werde 89 Millionen Euro in Anspruch nehmen. Dann musste man eine weitere Verteuerung eingestehen. Begründet wird dies einerseits mit Mehraufwand durch einen sandigen Boden und einen hohen Grundwasserspiegel. Andererseits führt man die Kostensteigerung auf gestiegene Materialkosten zurück.
An der Stelle, wo nun neu gebaut wird, befand sich ursprünglich ein Vorgängerbau, der noch aus der DDR-Zeit stammt. 2002 war dort die Bundestagsverwaltung eingezogen. Dann zog auch die Bundeskanzler-Willy-Brandt-Stiftung in das Gebäude ein. 2017 erhielt das Gebäude den Namen Elisabeth-Selbert-Haus.
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