Bundespolizist über Gewalteskalation an Bahnhöfen: „Lebensgefährliche Stich- und Schnittwunden sind eigentlich Standard“

vor 4 Monaten

Bundespolizist über Gewalteskalation an Bahnhöfen: „Lebensgefährliche Stich- und Schnittwunden sind eigentlich Standard“
Bildquelle: NiUS

Wie sieht der Alltag der Bundespolizei an deutschen Bahnhöfen wirklich aus? Ein Beamter, der seit über einem Jahrzehnt im Streifendienst arbeitet, berichtet im NIUS-Interview von Beschaffungskriminalität, massiver Gewalt und Gruppenvergewaltigungen. Zusätzlich zu den Straftaten habe sich auch das Frustrationslevel der Kollegen erhöht – und das bei einer Personallage, die bei weitem nicht ausreiche.

Seine Aufgabe ist es, die Sicherheit der Reisenden zu gewährleisten: Als Begleitpolizist für Abschiebeflüge berichtete Sebastian, dessen Name aus Anonymitätsgründen verändert wurde, bereits Anfang Februar über die Probleme mit Passagieren in der Luft. Dieses Mal erzählt er von den Reisenden und Gestrandeten, die ihm in seinem Regeldienst am Bahnhof begegnen.

Dabei liege der Fokus jedoch nicht auf Pendlern oder Familien, sondern auf den Gruppen, die sich dauerhaft in den Bahnhöfen aufhalten: Obdachlose, Drogensüchtige, aggressive Trinker oder Kleinkriminelle. Neben geringfügigen Delikten erlebe er allerdings auch schwere Gewalt, Tendenz steigend. Das Problem: Um die Sicherheit vollumfänglich zu gewährleisten, reicht das Personal nicht aus.

Publisher Logo

Dieser Artikel ist von NiUS

Klicke den folgenden Button, um den Artikel auf der Website von NiUS zu lesen.

Weitere Artikel