Die CDU-Bundestagsabgeordnete Saskia Ludwig spricht offen über ein mögliches Ende der Koalition: Im Interview mit der Berliner Zeitung findet sie harte Worte über Kanzler. Auch ihr Vertrauen gegenüber der SPD sei vollständig verschwunden, die Koalition werde nur noch durch das gemeinsame Interesse des Machterhalts zusammengehalten.
In Referenz auf Kurt Georg Kiesinger, der mit 1059 Tagen die bislang kürzeste Regierungszeit eines deutschen Bundeskanzlers innehatte, sagt Ludwig: „Aktuell ist es schwer vorstellbar, dass die Koalition mit einer Sozialdemokratie, die sich scheinbar selbst aufgegeben hat, diese 1059 Tage durchhalten wird.
Merz verfahre wohl nach dem Prinzip: „Gewählt ist gewählt, und Mehrheit ist Mehrheit“. Anders sei es nicht zu erklären, warum er im Wahlkampf eisern die Schuldenbremse verteidigt und dann unmittelbar nach dem Urnengang eine Billion Euro Schulden aufgenommen habe. „Und das ist offensichtlich immer noch nicht das Ende der Fahnenstange. Ich habe ihm in der letzten Bundestagssitzung schriftlich mitgeteilt, bei keinem Antrag der Regierung mehr zuzustimmen, der eine zusätzliche Verschuldung nach sich zieht.“ Der Kanzler habe darauf aber nicht reagiert.
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