Im Streitgespräch mit Grünen-Chefin Katharina Dröge beim Spiegel teilt der Evonik-Vorstandsvorsitzende Christian Kullmann gegen die Energiewende aus.
Kullmann erklärt, dass er sich „gegen Planwirtschaft und eine CO2-Gebühr“ wehre. „Der europäischen Industrie geht es fürchterlich schlecht, weitere Belastungen verträgt sie nicht. Deshalb muss diese Gebühr weg – oder zumindest radikal reformiert werden“, so Kullmann. „Der Klimaschutz darf nicht auf Platz eins der politischen Agenda stehen. Nachhaltigkeit in der Politik heißt auch, die sozialen und ökonomischen Fragen zu berücksichtigen. Eine Demokratie funktioniert nicht ohne Wirtschaftswachstum“, sagt er weiter.
Kullmann ordnet ein: „Deutschlands Anteil am weltweiten CO2-Ausstoß liegt bei rund 1,5 Prozent. Ohne die Mitwirkung der Amerikaner, der Inder und der Chinesen können wir den Klimawandel sowieso nicht wirksam bekämpfen. Trotzdem investiert Evonik jedes Jahr 70 bis 100 Millionen Euro in eine nachhaltigere Produktion. Wenn die EU uns jetzt zusätzlich belastet, fehlt uns das Geld für solche Investitionen.“
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