Es war der erste China-Besuch eines US-Präsidenten seit fast 10 Jahren, als Trump direkt zu Beginn seiner ersten Amtszeit in Peking war. Mit viel zeremoniellem Pomp und Spektakel empfing Machthaber Xi den US-Präsidenten zu dem historischen Besuch im Reich der Mitte, der monatelang im Voraus geplant war. Man tauschte dann viele freundliche Worte und gegenseitiges Lob aus, ein substanzielles diplomatisches Ergebnis aber gab es kaum.
Im Gegenteil: Unter all der freundlichen Fassade war die Spannung zwischen beiden Ländern so spürbar wie selten zuvor. Angefangen mit der Gästeliste: Trump brachte neben hochrangigen CEOs sein halbes Kabinett zum Staatsbesuch mit. Darunter: Außenminister Marco Rubio. Der ist wegen seines china-kritischen Kurses bereits als US-Senator von Peking sanktioniert worden – Einreisesperre inklusive. Für den Besuch hob China die Sanktionen nicht auf, man deklarierte den „Außenminister Rubio“ schlichtweg zu einer anderen Person als „Senator Rubio“ und gab ihm einen anderen chinesischen Namen. Die Sanktionen gelten angeblich nur für „Senator Rubio“.
Und so kam es, dass Diktator Xi Rubio später persönlich in China willkommen hieß, während er weiterhin vom Regime sanktioniert bleibt. Ein Balanceakt aus freundlicher Fassade gen Washington und Gesichtswahrung nach innen. Nach dem Motto: Die kommunistische Partei lenkt offiziell nie ein – auch wenn sie es in diesem Fall tat.
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