Auf dem neuen stern-Cover (Titel: „Rechte Klassenzimmer“) zeigt ein Schüler den „deutschen Gruß“, auf seinem Ranzen prangt ein AfD-Sticker. Wieder einmal setzt das Magazin auf Nazi-Symbole, um politisch missliebige Parteien und Personen zu diffamieren. Der Hitler-Fimmel des Blattes ist nicht neu.
Während in Berlin ein fanatischer Islamist auf einer „pro-palästinensischen“ Demo Vernichtungsparolen ruft („Ya’allah, vernichte jeden Ungerechten, der Israel zur Seite steht!“), postet das Magazin stern das Cover seiner neuen Ausgabe in den sozialen Netzwerken: Ein Junge reckt den rechten Arm zum Hitlergruß. Neben dem Pult steht der Rucksack des Schülers, darauf ein Sticker mit dem AfD-Logo.
Haben wir es hier etwa mit einem Fall von öffentlicher Verwendung von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen zu tun? Die kann ja nach § 86a Strafgesetzbuch (StGB) strafbar sein. Der AfD-Politiker Petr Bystron wurde mal zu einer Geldstrafe von 11.250 Euro verurteilt, weil er auf X (Twitter) ein sarkastisches Meme gepostet hatte: eine Hitlergruß-Collage bundesdeutscher Politiker zum Abschied des ukrainischen Botschafters Melnyk. Er habe mit der Fotomontage den verbotenen Hitlergruß verwendet.
Auf der Collage recken unter anderem Angela Merkel, Karl Lauterbach, Christian Wulff und Martin Schulz den Arm zum Gruß, doch wenn es sich hier wirklich um Hitlergrüße handeln sollte, müssten ja die Grüßenden angeklagt werden, nicht ein Politiker, der die Bilder davon von seinem Social-Media-Team satirisch verarbeiten lässt.
Über 11.000 Euro Strafe waren fällig für dieses Meme.Wie zuletzt die Hausdurchsuchung bei Professor Norbert Bolz zeigte, kommt es offenbar immer darauf an, wer etwas vermeintlich Verbotenes zeigt. In diesem Fall war es nicht die taz, die „Deutschland erwacht!“ getitelt hatte, sondern Bolz, der wortspielerisch-satirisch „Deutschland erwache“ als passende Übersetzung von „woke“ bezeichnet hatte.
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