Die jüngsten Umfragen lassen weder einen Scholz- noch einen Habeck-Effekt erkennen. Der sozialdemokratische und der grüne Kanzlerkandidat müssen zur Kenntnis nehmen: Mit aktuell 15 beziehungsweise 11 Prozent Zustimmung hat noch keine Partei eine Bundestagswahl gewonnen.
Dennoch überbieten sich der Amtsinhaber und sein Herausforderer in Optimismus und Ehrgeiz. Sie wollen bis zum voraussichtlichen Wahltermin Ende Februar kommenden Jahres kämpfen, kämpfen, kämpfen. Die SPD stellt ihre Kampagne sogar unter das Motto „Wir kämpfen“. Bei der Parteivorsitzenden Saskia Esken heißt es auf dem entsprechenden Plakat „Wir kämpfen für deine Familie“, bei Olaf Scholz „Wir kämpfen für dich und Deutschland“.
Plakate der aktuellen SPD Wahlkampagne
Womöglich aber entscheidet sich der Wahlkampf an einer ganz anderen Frage: Ist Deutschland bereit, für die Ukraine zu kämpfen? Bis zu welchem Punkt soll der deutsche Steuerzahler den Verteidigungskrieg des überfallenen Landes finanzieren? Sollen deutsche Soldaten für Kiew in den Krieg ziehen?
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