Bund zwingt Streamingdienste zur Abgabe: Acht Prozent vom Umsatz gehen künftig in deutsche Filme und Serien

vor 5 Monaten

Bund zwingt Streamingdienste zur Abgabe: Acht Prozent vom Umsatz gehen künftig in deutsche Filme und Serien
Bildquelle: NiUS

Die Koalition dreht an der Finanzschraube für die großen Bewegtbildanbieter: Streamingplattformen und TV-Sender sollen künftig einen festen Anteil ihres in Deutschland erzielten Umsatzes in hiesige Produktionen stecken. Geplant ist eine gesetzliche Pflicht, die sich an den jährlichen Einnahmen orientiert und damit auch die internationalen Schwergewichte des Marktes trifft, berichtet die Welt.

Kern der Regelung ist eine Quote von acht Prozent. Wer nur diese Mindestschwelle erfüllt, muss sich allerdings an zusätzliche Bedingungen halten, die den „deutschen“ Charakter der geförderten Inhalte absichern sollen. Dazu zählen Vorgaben, die etwa Sprache, Produktionsbedingungen und den Umgang mit Rechten betreffen – also die Frage, wie unabhängige Produzenten an Verwertung und Erlösen beteiligt werden.

Gleichzeitig setzt die Regierung einen deutlichen Anreiz, noch mehr Geld nachzuschießen. Wer mindestens zwölf Prozent investiert, soll von den genannten Vorgaben befreit werden. Dann könnten Anbieter zwar weiter in Deutschland drehen, müssten aber nicht zwingend auf Deutsch produzieren, sondern könnten Projekte beispielsweise auch auf Englisch realisieren.

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