Nun ist die Erlangung und Aufrechterhaltung von Herrschaft durch Gewalt im kompromisslosen Charakter jedweder Erscheinungsform des Sozialismus begründet. Nur dass bei den heutigen Linken und Grünen der Klassenkampf durch den Wokismus abgelöst wurde, also den zum Religionsersatz aufgestiegenen Kampf aller möglichen Identitäten und Opfergruppen gegen die alleinschuldigen queer-feindlichen und rassistischen weißen Klimaleugner. Und weil von den Woken jedes gesellschaftliche Thema moralisiert und die jeweils eigene Position als moralisch überlegen verstanden wird, gibt es aus ihrer Sicht keinen Anlass, Kompromisse zu machen.
Im Gegenteil: Jeder Widerstand wird als unmoralisch gebrandmarkt und der zugrundliegenden Gegenmeinung wird die Existenzberechtigung abgesprochen. Diese moralische Selbstüberhöhung führt auf direktem Weg zur Selbstermächtigung, den Gegner auszuschalten, mit welchen Mitteln auch immer, notfalls auch mit Gewalt. Denn es geht ja ein jedes Mal mindestens darum, die Welt zu retten – egal ob vor dem Hitzetod oder vor dem Faschismus.
Dieses Virus eines woken Totalitarismus hat inzwischen auch Teile von Staatsanwaltschaften und Richterschaft infiziert. Im Ergebnis wird vergleichbarer Protest und Widerstand je nach Motiv der Protestierenden völlig unterschiedlich bewertet. Wenn Klimakleber stundenlang den Verkehr blockieren und Tausende zu spät zu ihrem Ziel gelangen, so wird dies als moralische Tat sogar noch gelobt. Wenn dagegen aufgebrachte Bauern einen Robert Habeck für einige Minuten daran hindern, von der Fähre an Land zu kommen, dann wird das von denselben Leuten mit Empörungsgeste als „Anschlag auf unsere Demokratie“ denunziert und der Staatsschutz alarmiert.
Die Erscheinungsformen gewalttätiger rot-grüner Selbstermächtigung sind inzwischen kaum noch zu überblicken. Die Gewaltexzesse der linksextremen „Hammerbande“ erregten das Interesse der woken Medienblase wohl vor allem wegen der klammheimlichen Freude, dass die brutale Gewalt „die Richtigen“, nämlich „die Rechten“ getroffen habe.
Doch auf Parteiveranstaltungen der Linken darf ganz offen und ohne strafrechtliche Konsequenzen über die geplante Erschießung von Reichen geplaudert werden, wobei der Parteivorsitzende als Alternative zum Erschießen das Arbeitslager empfiehlt. Die heutigen deutschen Entscheider über Tod oder Arbeitslager sitzen also nicht mehr an der Rampe von Auschwitz-Birkenau, sondern in den Gremien der Partei der Mauermorde.
Man stelle sich nur einmal einen kurzen Moment vor, Vergleichbares wäre auf einer AfD-Veranstaltung in Bezug auf ausreisepflichtige Asylbewerber gesagt worden. Bereits eine private Diskussionsveranstaltung in Potsdam über Rückführungen ausreisepflichtiger Asylbewerber hatte die rot-grüne Bundesregierung veranlasst, ihre steuerfinanzierten Vorfeldorganisationen Massenaufmärsche gegen die AfD inszenieren zu lassen. Rückführungen ausreisepflichtiger Personen wohlgemerkt – weder Erschießungen noch Arbeitslager.
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