Bis 2045 soll Deutschland „klimaneutral“ werden. Was passiert mit den bestehenden Gasnetzen, welche Folgen hat das für Kunden? Der Stadtwerke-Verband VKU warnt vor unübersichtlichen Regeln.
Laut einer VKU-Umfrage will nach aktuellen Planungen fast jedes fünfte Stadtwerk (genauer: 19 Prozent) in Deutschland sein Gasnetz stilllegen. Stattdessen wollen diese Stadtwerke auf Fernwärme und Wärmepumpen setzen. Für 46 Prozent der Stadtwerke samt kommunaler Energieversorger steht noch nicht fest, was mit ihrem Gasnetz passiert. 23 Prozent planen eine Mischung aus Stilllegung und Umrüstung auf grüne Gase wie Wasserstoff oder Biomethan – allerdings eher für mittelständische Unternehmen. Wasserstoff ist derzeit aber noch sehr teuer und steht nicht ausreichend zur Verfügung.
Die Ankündigung, das Gasnetz stillzulegen, hat zum Beispiel in Mannheim für Aufregung gesorgt. Der Energieversorger MVV hatte im November mitgeteilt, man strebe an, sein Gasnetz bereits bis 2035 abschalten zu wollen. Eine Bürgerinitiative wehrt sich dagegen. Nicht alle Haushalte hätten die Möglichkeit, auf Fernwärme umzusteigen. Stattdessen müssten sie eine teure Wärmepumpe einbauen lassen.
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