Otto von Bismarck wäre vermutlich verblüfft. Sein Versuch, den politischen und gesellschaftlichen Einfluss der katholischen Kirche zu begrenzen, ist mal als Kulturkampf in die Geschichte eingegangen. Das liegt lange zurück, mehr als 150 Jahre.
Aber der Begriff Kulturkampf ist auf einmal in aller Munde. Diskussionen über Gendern, ob die sogenannte Pride-Flagge wie oft wo hängen darf. Feministische Identitätspolitik und Klimamaßnahmen, kaum eine Auseinandersetzung ist gefeit davor, als Kulturkampf bezeichnet zu werden.
Die Presse ist gerne eingestiegen. Ulf Poschardt bescheinigt der Union, sie habe den Kulturkampf bereits verloren. Der Spiegel sieht in dem Fall der vorerst mal nicht gewählten Verfassungsrichterin Brosius-Gersdorf den Kulturkampf erst noch am Horizont aufziehen, auch Teile der amerikanischen Presse haben den Begriff als culture war gerne übernommen.
ERFURT: Massen-Proteste gegen AfD-Parteitag! Einzelne Krawalle! Weidel hat mehr Macht I WELT STREAM











