Friedrich Merz hat einen Posten ergattert, den des Bundeskanzlers der Bundesrepublik Deutschland. Damit mag er sich einen Lebenstraum erfüllt haben, der allerdings für Deutschland ein Albtraum zu werden droht. Vor der Wirklichkeit schützt er sich mit Rhetorik. Zum Landesparteitag der CDU in NRW dürften die Funktionäre der Wüst-CDU, tief westdeutsch, hoffnungslos dekadent, geglaubt haben, dass Friedrich Merz Klartext redete. Fast mag man es dem Manne sogar gönnen, sich einmal Luft zu machen, wenn er für ein paar Stunden dem Kanzleramt und Lars Klingbeils Kontrolle entronnen ist.
Doch nicht nur, dass das Reden und das Handeln des Friedrich Merz oft nichts miteinander zu tun haben, demonstrierte der Bundeskanzler in seiner Rede, wie weit er von der Wirklichkeit entfernt ist, bald soweit wie weiland Erich Honecker, als er formulierte: „Den Sozialismus in seinem Lauf halten weder Ochs noch Esel auf.“
Merz barmt, dass die junge Generation überhaupt keine Chance mehr hat, wenn nicht das Sozialsystem geändert wird – und insinuiert damit, dass es an den Babyboomern liegt, wenn die Jungen keine Chance mehr bekommen. Kein Wort von der Billion Euro an Schulden, die Merz der jungen Generation aufbürdet. Kein Wort davon!
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