In ihrem zum Jahresabschluss präsentierten Jahresmonitor gehen die Stiftung Familienunternehmen und das ifo-Institut noch einmal in medias res. 1.705 Unternehmen quer über alle Branchen und Größenklassen hinweg wurden zu ihrer Einschätzung der aktuellen Steuerpolitik und der Standortattraktivität befragt. Die Auswertung dieses Unternehmenspanels, das 1.358 klassische Familienunternehmen umfasste, fällt wie erwartet verheerend aus.
Mehr als 80 Prozent der Unternehmen empfinden laut der Studie die Abgabenlast – auch und gerade im Bereich der Personalkosten, also bei Lohnsteuern und Sozialabgaben – als wesentlich zu hoch. Die hohe Abgabenlast auf Arbeitnehmerseite stößt gerade im Bereich der kleineren Familienunternehmen auf erhebliche Kritik.
Es fällt schwer, Lohnerhöhungen durchzusetzen, wenn der Fiskus sich den Löwenanteil greift – und die wichtigen Leistungsträger in den Betrieben durch die kontinuierliche Anhebung der Bemessungsgrenzen der Sozialversicherung bei jeder Lohnerhöhung immer stärker zur Ader gelassen werden.
Das beklagt auch Stiftungsvorstand Prof. Rainer Kirchdörfer, der auch dem Wissenschaftlichen Beirat der Stiftung vorsteht, in seiner Bewertung der Studie: „Unser neuer Jahresmonitor zeigt, wie sehr Arbeitgeber und Arbeitnehmer an einem Strang ziehen. Es sind gerade auch die hohen Steuern auf Arbeit, die beide Seiten lähmen und ihnen die Freude an der Leistung nehmen. Der Hochsteuerstandort Deutschland hat auch hier den Anschluss verpasst.“
WM 2026 in USA: Fifa-Skandal! Trump ruft Infantino an! Sperre für US-Spieler aufgehoben I WELT LIVE











