So wie der Tag der Bundestagswahl in langsamen, kleinen Schritten näher rückt, klettert die Alternative für Deutschland in Umfragen Prozentpunkt für Prozentpunkt nach oben. Von 15 Prozent im Mai auf nunmehr 19 Prozent im Durchschnitt aller Befragungen – manch Meinungsforscher sieht die rechte Partei schon wieder über 20 Prozent.
Für diese unaufhörlich wachsende Zustimmung muss die umstrittene, viel-kritisierte und von ihren Gegnern als „in Teilen rechtsextrem“ bewertete AfD im Prinzip gar nicht viel tun – die Realität und der Umgang ihrer Konkurrenten mit dieser ist der beste Wahlkämpfer der AfD.
Wenn Horden junger, zumeist migrantischer Männer ganz normale Wohnviertel in Schauplätzen kriegerischer Silvester-Kämpfe verwandeln, Raketen wahlweise auf Polizisten, Rettungskräften oder in offene Fenster schießen, wenn Begriffe wie „Kugelbombe“ geläufig werden, wenn ganze Straßenzüge ihrer Fensterscheiben entledigt und somit unbewohnbar werden, sieht jeder einzelne Mensch im Land, dass sich durch Migration nach Deutschland etwas nachhaltig verändert hat – und zwar zum Schlechten.
Die Silvesternacht wurde erneut zum Schauplatz kriegerischer Auseinandersetzungen.
Das deuten inzwischen selbst linke Journalisten wie Julius Betschka vom Tagesspiegel an, ohne jedoch Ross und Reiter zu benennen: „Das muss das letzte Silvester dieser Art gewesen sein. Solche Bilder erträgt ein funktionierendes Gemeinwesen auf Dauer nicht“, schrieb er bei X.
Dass jedes dieser Bilder Wasser auf Mühlen der AfD ist, dürfte klar sein – seit der Flüchtlingskrise 2015 hat die Partei das Thema Migration und ihre Folgen in den politischen Fokus gerückt, in teils unflätiger und unwürdiger Sprache zwar, dafür jedoch oft berechtigte Kritik am Kurs von Kanzlerin Merkel und später der Ampel geübt.
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