Mehr als 127 Stunden hat es gedauert, ehe sich Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) erstmals zum Strom-Terror von Berlin geäußert hat – und das auch nur auf Nachfrage eines Journalisten bei der CSU-Klausurtagung in Seeon.
Die Worte „Linksextremismus“ oder „Terrorismus“ sind dem Bundeskanzler dabei nicht über die Lippen gekommen, obwohl der Generalbundesanwalt genau in diese Richtung ermittelt. Stattdessen sprach Merz vom „Blackout“ und von einem „Anschlag“ und lobte das Krisenmanagement: „Wir hätten das wahrscheinlich nicht viel besser machen können, als es so gemacht worden ist.“
Seit Samstagmorgen gegen 6 Uhr wartet Deutschland auf eine Reaktion des Bundeskanzlers auf den mutmaßlich linksextrem motivierten Terroranschlag auf das Berliner Stromnetz. Zehntausende waren tagelang und bei Minusgraden ohne Strom und Wärme. Mindestens eine Frau ist infolge der Kälte verstorben. Merz hatte sich im neuen Jahr bereits zur US-Intervention in Venezuela, zur Sicherheit in der Arktis und zu den Friedensgesprächen in der Ukraine geäußert – nur nicht zum tödlichen linksextremen Terror im eigenen Land.
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