Im Landgericht München I sagt der ehemalige Spitzenkoch Alfons Schuhbeck einen Satz, der einfach, wahr – und dennoch traurig ist: „Das Leben hat mich weit nach oben geführt und nun wieder ganz nach unten.“ Nach seiner Verurteilung wegen Steuerhinterziehung offenbart er, wie wenig Geld ihm derzeit noch zum Leben bleibe. Nach seinen eigenen Angaben lebt er von 1138 Euro Rente. Die Krankenversicherung zahlt sein Bruder, bei der Miete (4500 Euro im Monat) hat er Rückstände.
Am dritten Verhandlungstag im Betrugsverfahren gegen Alfons Schuhbeck war auch Insolvenzverwalter Max Liebig geladen. Richter Uwe Habereder fragte ihn: „Können Sie absolute Zahlen in den Raum stellen, wie hoch die Forderungen sind?“ Liebig guckte kurz in seine Unterlagen, dann sagte er: „Da sind wir bei rund 27 Millionen.“ Raunen im Saal bei den Prozess-Beobachtern.
Schuhbeck ist – oder besser gesagt war – ein Freund der Reichen und Schönen. Um die Fotogalerie von Alfons Schuhbeck im Angesicht von Prominenten durchzuarbeiten, braucht man mindestens eine Stunde – wenn man schnell ist. Sehen und gesehen werden mit Alfons Schuhbeck – das war das Nonplusultra der Münchener Bussi-Bussi-Welt.
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