Der frühere EU-Kommissar Günther Oettinger (CDU) vergleicht die deutsche Außenpolitik von Außenministerin Annalena Baerbock (Grüne) mit den mittelalterlichen Kreuzrittern. Im Gespräch bei „Schuler! Fragen, was ist“ sagte Oettinger: „Vor Jahrhunderten waren wir mit Rittern unterwegs und dem christlichen Kreuz auf Mission. Heute sind wir neokolonial. Die Politik von Frau Baerbock ist neokolonial oder die von Frau Faser (SPD) bei der Fußball-WM in Katar mit der Regenbogen der Binde.“
Oettinger hält diese Politik bereits im Ansatz für falsch. „Außenpolitik muss interessengeleitet sein. Wir müssen unsere Interessen vertreten, das heißt zuallererst Frieden, Wohlstand, Exportmöglichkeiten, Globalisierung erhalten und nicht: Feminismus oder der Regenwald über alles. Wir haben Handelsverträge als Teil der Außenwirtschaftspolitik. Wir müssen Exporte und Importe erleichtern, Zölle abbauen. Aber was tun wir? Wir wollen belehrend wirken, wir treten auf mit dem moralischen Zeigefinger. Die Welt wartet aber nicht darauf, dass wir sagen, wo es langgeht. Gerade die neue Welt der Schwellenländer wie Saudi-arabien Katar, die Emirate oder Argentinien, wollen nicht von uns belehrt werden, die wollen mit uns handeln. Wenn wir sie belehren wollen, dann wenden sie sich von uns ab und wenden sich zum Beispiel China zu.“
Zurzeit betreibt Außenministerin Annalena Baerbock feministische Außenpolitik in China – hier ihre Ankunft in Peking am heutigen Montag.
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