Die anhaltende Krise der deutschen Automobilindustrie – insbesondere die Absatzflaute bei den E-Autos – hinterlässt zunehmend auch in den Kommunen sichtbare Spuren. Sinkende Unternehmensgewinne und rückläufige Auftragsvolumen bei großen Autoherstellern und Zulieferern führen dazu, dass diese deutlich weniger Gewerbesteuern entrichten.
Besonders betroffen sind Städte, deren Wirtschaft stark vom Automobilsektor abhängt – darunter Stuttgart (Mercedes-Benz und Porsche), Wolfsburg (Volkswagen), München (BMW), Ingolstadt (Audi) und Friedrichshafen (ZF).
Am Beispiel Stuttgart lässt sich der Ernst der Lage besonders deutlich erkennen: Im Doppelhaushalt 2026/27 klafft trotz umfangreicher Sparmaßnahmen eine gravierende Finanzierungslücke. Wie stark die Gewerbesteuereinnahmen derzeit einbrechen, ist bemerkenswert: Die bislang vor allem von Porsche und Mercedes-Benz getragenen Zahlungen sollen der Stadt zufolge von rund 1,6 Milliarden Euro im Jahr 2023 auf nur noch etwa 850 Millionen Euro in diesem Jahr zurückgehen.
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